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  Imkerei
Patrick Zacharias
Meschederstraße 51
59846 Sundern
 
 

Die Zeidler und die Imkerei sind zwei Bereiche der Landwirtschaft, die Ihre Glanzzeit zwischen 300 und 1500 n. Chr. hatte.

Die Zeidler betrieben ihre Bienenhaltung 3 bis 4 Meter über dem Boden. In dem sie natürliche Baumhöhlen nutzten bzw. künstlich welche schufen. Sie waren darauf angewiesen das wilde Bienen in die Stämme einzogen und dort ihr Nest bauten.
Im Frühjahr, wenn die Zeidler bemerkten dass die Bienen vor hatten zu schwärmen bauten sie in benachbarten Bäumen künstliche Höhlen, damit der Schwarm dort einziehen konnte. Damit die Bäume mit den Bienen nicht so schnell von einem Blitz getroffen wurden und der Baum mehr an breite wuchs und auch im Wald gut zu erkennen war, wurden die Spitzen abgehauen. Jeder Zeidler hat einen für ihn zugeteilten Waldbezirk in dem er die Bäume aushöhlen durfte. Der Berufsstand war hoch angesehen, weil er mehr Ertrag brachte als Jagd, Schweinemast und Holznutzung.
Das Zeidlerwesen war Hoch entwickelt in Nordosteuropa.

Die Zeidler waren dem Landesherren bzw. Großgrundbesitzern unterstellt und dürfen zu ihrer Verteidigung gegen Bären und Wölfen Waffen tragen (Armbrust, Pfeil und Bogen) und wurden auch in Kriegen zur “Vaterlandsverteidigung” eingesetzt.

In die Regierungszeit von Karl dem Großen (748 – 814 n. Chr., König der Franken und römischer Kaiser) wurde zum erstenmale ein Gesetz erlassen, in dem die Förderung und Ausbildung von Imkern vorgeschrieben wurde.

Um das Jahr 400 n. Chr. fanden Mönche heraus das die Bienen den Wachs unter ihrem Bauch wegholten und das diese Bienen noch jungfräulich waren. Sie erklärten den Wachs zu einem heiligen Stoff, der zur Beleuchtung der Klöster und Kirchen, vorfallen Osterkerzen und anderen rituellen Zwecken verwandt wurde.

Der Bienenstock hatte auch einen Symbolstatus, er galt als das Symbol für die Kirche.
In der Wittenberger Schlosskirche wurden damals pro Jahr 36.000 Pfund Kerzen benötigt. Das hatte zur Folge, dass der Wachspreis hoch war und die Bienenhaltung florierte. Klöster und Großgrundbesitzer fingen an einen Wachszins zu erheben und es kam auch vor, das Zeitweise Wachs mehr wert war als Geld und damit Steuern bezahlt wurden (Wachszinsler).
Ab dem 12. Jahrhundert entstanden die Berufszweige der:

  • Wachsgießer
  • Lebzeltnern (Honigkuchenbäcker)
  • Metherstellern
  • Seifenseider

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